Mittwoch, 30. August 2006

Campino

















Der Punk-Rock der „Toten Hosen“ Anfang der 8Oiger war bis auf ein paar der provokanten Texte nicht so mein Ding. Campino ist mir aber damals schon aufgefallen. Gestern schlitterte ich dann zufällig mit meiner Fernbedienung in die Talkshow von JBK (Johannes B. Kerner). Der ‚Junge’ Campino hat sich aber verändert. Inzwischen ist er Vater eines zweijährigen Sohnes und ein richtig hübscher junger Mann, der dieses rockig-strubbelige Image von damals und dieses Unangepasste nicht verloren hat. Ob ihn die Rolle als Mackie Messer in Brecht's ‚Dreigroschen-Oper’ (Aufführung derzeit in Berlin) unter der Regie von R.M. Brandauer hat ‚entwickeln’ lassen (?).... vielleicht. Erfrischend provokant ist er geblieben. Auf die schlechten Kritiken des Stückes angesprochen meinte er nur mit funkelnden Augen und blitzendem Charme: „Ach, was... diese Kritiker... das ist doch das Gleiche, als würde man einen Eunuchen über die Liebe berichten lassen“. Von ihm wird man sicher noch Einiges hören und lesen. Ich bin gespannt darauf.

Kommentare:

Schatze hat gesagt…

Der Spruch ist Spitze "als würde man einen Eunuchen über die Liebe berichten lassen", endlich mal wieder ein selbstbewußter Mann !
JBK gucke ich auch manchmal, meist, wenn ich unter Schlafstörungen leide, aber momentan ist mir die Sendung eigentlich spät und aufnehmen und tagsdrauf-gucken ist wie der Schnee von gestern.
Denk dran Do., 31.08. kommt abends auf Kabel 1 wieder etwas über "Auswanderer"

Indication hat gesagt…

Ja, die Sendung kommt spät. Normalerweise schlafe ich dann auch schon...
Soll ich dir heute Abend mal (d)ein Bild in deinen Blog hineinbasteln??? :o)
B.

Anonym hat gesagt…

Der Werbeslogan für die "Dreigroschenoper" war bezeichnend.
"Ich mach' es zum ersten Mal" oder so ähnlich... Die Kritiker bei der Premiere haben gebuht und gepfiffen. Aber es wurde in kürzester Zeit ein Publikumsrenner geworden und über Wochen ausverkauft...
Liebe Grüße
U

Anonym hat gesagt…

Den Möchte-Gern-Rocker aus dem größten Dorf am Rhein, in dem die Bewohner Köln`s Abwässer aus dem Rhein zum Bierbrauen nutzen, auf einer der attraktivsten Blog-Seiten im Internet zu finden, macht mich traurig.

Was hat Brandauer nur geritten,dem in die Jahre gekommenen Kölnhasser mit einer Brecht-Rolle,mit der er völlig überfordert ist, neue Populariät zu verschaffen? Der war schon bei den Toten Hosen grottenschlecht. Hoffentlich verschont man uns mit weiteren künstlerischen Beiträgen. Es gibt in Düsseldorf genug leerstehende Altbierkneipen, in denen Herr Campino (wie heißt der eigentlich mit richtigem Namen?) sein ergrautes Publikum findet.

Lieben Gruß an einen lieben Menschen!

Indication hat gesagt…

@ anonym:
das kann doch nur von einem waschechten Kölner stammen... !?
Bärbel ;-))